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Skitourenausrüstung: Richtig eingewintert! (Einwintern: 5 Tipps, wie du deine Skitourenausrüstung gut über den Sommer bringst)

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Skitourenausrüstung: Richtig eingewintert!

5 Tipps, wie ihr eure Skitourenausrüstung gut über den Sommer bringt

Aus den Augen, aus dem Sinn? Das gilt meistens auch für die Skitourenausrüstung, die nach der letzten Firntour meist im Keller verschwindet und den Platz im Abstellkämmerchen mit dem Mountainbike oder der Kletterausrüstung tauscht. Dabei ist eine gewisse Pflege und Wartung – vor allem, wenn die Skitourenausrüstung lange herumliegt – besonders wichtig!  

1. Batterien aus dem LVS entfernen!

Auch der größte Materialmuffel sollte zumindest eine letzte Initiative ergreifen, bevor er die Skischuhe endgültig gegen die Flip-Flops tauscht: Die Batterien aus dem LVS Gerät entfernen. Ausgelaufene Batterien können die Kontakte beschädigen und im schlimmsten Fall sogar das LVS Gerät funktionsunfähig machen.

Vor der nächsten Wintersaison sollten die Batterien unbedingt durch neue ersetzt werden. Viele Geräte können mit Alkalibatterien oder Lithiumbatterien verwendet werden. Wichtig dabei ist, dass man auch die richtige Einstellung am Gerät vornimmt. Bei PIEPS Geräten via App & Bluetooth Verbindung möglich, bei anderen Geräten in den Einstellungen am LVS Gerät direkt. Nur wer sein Gerät auch auf die richtigen Batterien eingestellt hat kann sich auf die Batteriestandsanzeige verlassen!

Vor der Wintersaison sollte man sein Gerät außerdem auf mögliche Updates checken sowie eine generelle Funktionsüberprüfung durchführen. Idealerweise nimmt man sich einen Nachmittag mit Freunden und verbindet die Funktionskontrolle mit einer ausgedehnten LVS-Übungseinheit. Unsere Videos zeigen dir, auf was es ankommt:

Battarien raus über den Sommer! Foto: Thomas Wannerzoom
 
Airbag entschärfen, Kartusche raus. Foto: Thomas Wannerzoom
Die Kartusche muss am Anfang der Saison gewogen werden. Foto: Thomas Wannerzoom

2. Lawinenairbag „entschärfen“, Kartusche raus

Viele Lawinenairbags arbeiten mit einer Feder als Auslöseeinheit. Bleibt diese Feder den ganzen Sommer gespannt hat dies auch Auswirkungen auf die Federhärte. Deshalb: Die Patrone am Ende der Saison herausnehmen und den Airbag ohne Patrone auslösen um die Feder zu entspannen. 

Bei elektronischen Systemen (Jetforce) muss der Akku nicht entfernt werden. Es gilt lediglich darauf zu achten, dass der Akku nicht vollständig geladen im Keller verschwindet. Ähnlich wie die E-Bike-Akkus sollten die Akkus ca. 2/3 geladen an einem trockenen Ort bei Zimmertemperatur gelagert werden.

Wir empfehlen den Lawinenairbag (Kartuschensysteme) mindestens alle 2 Saisonen auszulösen. Das Wiegen der Patrone zu Beginn des Winters muss unbedingt jedes Jahr erfolgen. Nur so kann man auch sicher sein, dass der Airbag im Ernstfall tatsächlich funktioniert.

 

3. Tourenski wachsen

Kommen wir zum nächsten Punkt, der Skipflege. Wer kennt es nicht – die erste Abfahrt im Winter und die Ski bewegen sich nur mühsam vorwärts. Schon klar, dass Skiwachsen im Mai nicht mehr besonders weit oben auf der Prioritätenliste steht, lohnen tut es sich aber trotzdem. 

Tatsächlich verlängert man die Lebensdauer seiner Tourenski mit einem gut konservierten Belag deutlich. Nicht nur bleibt der Belag „fettig“ und versiegelt, auch die Kanten werden vor Korrosion geschützt. Wichtig vor der ersten Skitour ist natürlich, dass der Belag wieder gut abgezogen wird. Ansonsten findet man den Großteil des Wachses am Fell wieder!

Wie Skiwachsen im Detail funktioniert erfährst du hier:

Zeitige Abfahrt im Firn, am Schrammacher (Foto: ÖAV/Gerhard Mössmer)zoom
 
Ein Fellwachs. Foto: Thomas Wannerzoom

4. Felle auf die Zwischenfolie kleben – kühl und trocken lagern

Auch wichtig: Felle sollten nicht auf den Skiern geklebt den Sommer überdauern. Schmutz und Wachsreste bleiben ansonsten dauerhaft im Kleber. Außerdem kann man mit aufgeklebten Fellen ja nur schwerlich die Skier für die Sommerpause einwachsen!

Felle, die bei der letzten Abfahrt schnell direkt aufeinander geklebt und gefaltet wurden, gilt es unbedingt zu lösen und auf die dafür vorgesehene Folie zu kleben. Gut eingerollt und an einem kühlen Ort aufbewahrt überdauern sie problemlos den Sommer. 

Wer seinem Fell etwas Gutes tun möchte kann dieses auch mit speziellen Fellsprays behandeln oder ganz einfach einem Wachsblock gut einreiben. Das Fellborsten werden dadurch vor dem Austrocknen geschützt, das Fell gleitet am Beginn der nächsten Saison besser und stollt vor allem viel weniger auf!

 

5. Hardshell-Bekleidung in die Waschmaschine und in den Trockner!

Der Irrglaube, dass man Goretex (oder andere Membranbekleidung) nicht waschen darf, hält sich auch Jahrzehnte nach der Erfindung immer noch hartnäckig. Dabei ist es enorm wichtig, dass die Membran regelmäßig gereinigt wird. Es kommt allerdings auf das richtige Waschmittel und ein schonendes Waschprogramm an, Spezialwaschmittel reinigen die Poren und verstopfen die Membrane nicht.

Das Wichtigste kommt danach – der zweite Waschgang mit dem Imprägniermittel. Wer das vergisst, hat am Ende Wettex statt Goretex. Daher kommt wohl auch der Irrglaube, dass man Hardshelljacken nicht waschen darf. Wir waschen unsere Kleider also gleich nochmal, diesmal mit einem hochwertigen Imprägniermittel. Danach fehlt nur noch die Veredelung im Trockner! Ganz genau – Die Imprägnierung ist nämlich erst dann wirksam, wenn sie bei hoher Temperatur aktiviert wird.

Wer diese Schritte durchführt, also ein hochwertiges Wasch- und Imprägniermittel (z.B. Nikwax) verwendet und mit der Aktivierung im Wäschetrockner abschließt, kann sich am Beginn der nächsten Saison über eine „fast“ neue Skitourenpanier freuen.

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Noch viele weitere Informationen zum Thema findet ihr in unserem "Booklet Skitouren" aus der Reihe "SicherAmBerg".

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