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Es geht wieder los! (Es geht wieder los! Salewa3000 - Gipfel sammeln für das Glockner-Biwak)

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Es geht wieder los!

3000er sammeln für die Renovierung des Glockner-Biwaks

Salewa 3000. (Foto: Daniele Molineris/Storyteller-Labs)

Das Projekt #SALEWA3000 will alle 784 Dreitausender Österreichs besteigen – und sammelt dabei Geld für die Biwakschachtel am Großglockner

Update: Das Projekt läuft ab 1. Juni weiter bis 31. Dezember 2020!

Mit SALEWA3000 startet die Südtiroler Bergsteigermarke in der ersten Jahreshälfte 2020 ein außergewöhnliches Projekt, bei dem jeder Bergsportler mitmachen kann: 784 Dreitausender gibt es in den österreichischen Alpen – und der Bergsportausrüster möchte mit Athleten, Partnern, Kollegen und allen, die Lust sowie die Fähigkeit haben dabei zu sein, jeden einzelnen dieser Gipfel besteigen. Vom 02.01. bis zum 31.12.2020 sammelt SALEWA unter #SALEWA3000 Fotos, die die GipfelstürmerInnen auf „ihrem“ Gipfel zeigen. Für jede Besteigung spendet SALEWA fünf Euro für die Renovierung der baufälligen Biwakschachtel am Großglockner, der Alpenverein wird damit bei dem kostenintensiven Projekt finanziell unterstützt!

Insgesamt 784 Dreitausender gibt es in Österreich, sagt das Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen in Wien (BEV). Die Südtiroler Bergsteigermarke SALEWA startet Anfang des Jahres 2020 einen Aufruf, alle der vom BEV definierten Gipfel zu besteigen und bittet darum, die zahlreichen Gipfelerlebnisse per Instagram zu teilen. Jeder, der will, soll die Herausforderung zusammen mit Athleten und Partnern annehmen – und dabei für einen guten Zweck schwitzen, denn für jeden Gipfelsieg spendet SALEWA fünf Euro für die Renovierung der Biwakschachtel am Großglockner.

Das Glockner-Biwak (3.205 m)

Der kleine, in den 50er Jahren erbaute Stützpunkt auf 3.205 Metern ist dringend sanierungsbedürftig – und zu klein. Es gibt keinen Tisch, keine Kochmöglichkeit, dafür an Tagen mit guten Bedingungen großen Platzmangel. Gerade einmal acht Personen können sich in das Biwak pferchen. „Wir haben so tolle Hütten am Glockner. Die Adlersruhe, die Stüdlhütte. Die sind alle tiptop hergerichtet – und dann haben wir die altersschwache Biwakschachtel am höchsten Berg Österreichs“, sagt Vittorio Messini, Bergführer der Kalser Bergführer und SALEWA Athlet. Neben der Renovierung der baufälligen Biwakschachtel am Großglockner ist für Vittorio ebenso ein großes Anliegen, dass Bergsteiger sich auf ihren Touren respektvoll gegenüber dem gesamten Umfeld verhalten und insbesondere keinen Müll am Berg hinterlassen.

Peter Kapelari, Leiter der Abteilung Hütten, Wege und Kartographie des Alpenvereins, weiß das Engagement für die Biwakschachtel am Großglockner zu schätzen: „Es ist sicherheitstechnisch relevant, dass die in die Jahre gekommende Biwakschachtel an diesem ausgesetzten und sensiblen Ort im Nationalpark Hohe Tauern nun erneuert wird. Wir freuen uns, dass SALEWA mit diesem Projekt die Renovierung maßgeblich unterstützt.“

Die Biwakschachtel am Großglockner.zoom
Die Biwakschachtel am Großglockner.
 

Dreitausender besteigen – aber nachhaltig!

Die sensiblen Ökosysteme der Alpen sind besonders anfällig für jede Art von Müll und Abfall. Nicht selten aus Unwissenheit lassen Bergsteiger, z. B. auf der hoch-frequentierten Glockner-Route, Abfall am Berg liegen. Dabei belasten und verändern Feucht- und Taschentücher sowie auch Obstschalen die sensiblen Ökosysteme der Alpen. Wir haben in unserem Kurzvideo „Nachhaltig wandern“ die unterschiedlichen Aspekte nachhaltigen Bergsteigens kurz und prägnant zusammengefasst.

Salewa 3000. (Foto: Daniele Molineris/Storyteller-Labs)zoom

Richtige Tourenplanung

Für Gipfel-Inspirationen und Tourenplanung empfehlen wir unsere App alpenvereinaktiv.com. Ebenso liefert unser neues Alpenvereins-Wetter eine fundierte Bergwetterprognose für den geplanten Gipfeltag. Gesammelte Informationen und Tipps zu (Hoch-)Touren findest du auf unserer #SicherAmBerg-Seite. Wir wünschen allen Dreitausender-Aspiranten eine schöne und vor allem sichere Tour!

Salewa3000. Foto: Storyteller Labszoom

DIE DETAILS ZU #SALEWA3000 IM ÜBERBLICK:

  • Landingpage: www.salewa.com/de-at/salewa3000
  • Zeitraum für die Gipfelbesteigungen: 2.1. – 31.12.2020
  • Modus: Ein 3000er gilt als bestiegen, wenn der Bergsteiger/die Bergsteigerin ein Foto von sich auf dem Gipfel macht und das via Instagram mit dem #SALEWA3000 sowie dem #Bergnamen postet.
  • Spende: Für jedes Gipfelbild – inkl. #SALEWA3000 & #Bergname – spendet SALEWA fünf Euro für die Renovierung der Biwakschachtel am Großglockner
  • Wer kann mitmachen? Alle Bergsportler weltweit, die Lust und Zeit haben sowie die Fähigkeit besitzen, Dreitausender in Österreich zu besteigen!
 

Internationaler Frauentag 08.03.2020

Tourenbericht vom `Bösen Weibl` (3.119 m) in den Hohen Tauern

Majestätisch - der Großglockner im Hintergrund. (Foto: Y. Koch)

9 Frauen – 1 Ziel

Zum Weltfrauentag am 08.03.2020 starteten neun Frauen mit Skiern auf den Dreitausender „Böses Weibl“ in den Hohen Tauern.

Reportage von Marie-Theres Franke

Bereits am Vorabend treffen wir uns im Lesacherhof im Lesachtal. Gemütlich sitzen wir zusammen und lernen uns kennen. „Wir“ das sind Marie-Theres Franke vom Österreichischen Alpenverein, Kathrin Rath aus der Bergwelten-Redaktion, die Salewa-Kolleginnen Ilaria und Giulia aus Bozen sowie die Influencerinnen Jolana Dandl, Bettina Brunauer und Verena Helminger. Den Führungspart übernehmen Yvonne Koch und Maria Egger. Die beiden sind österreichweit zwei von insgesamt 25 Bergführerinnen. Zum Vergleich: es gibt aktuell 1407 männliche Bergführer in Österreich.

Yvonne Koch gibt uns am Abend eine Toureneinführung. Sie erklärt uns, was wir zu erwarten haben, wie das Wetter wird und was wir alles benötigen. Yvonne ist in der Region Arlberg zuhause. 2017 hat sie die Ausbildung zur professionellen Bergführerin gemeistert. Für sie steht das Erlebnis im Vordergrund, dabei ist jedoch die Natur der Chef. Am Abend erzählt sie uns von ihren bisherigen Erlebnissen als Bergführerin.
Auch Maria Egger, aufgewachsen auf einem Bauernhof am Mittersiller Sonnberg, ist nun seit sieben Jahren Berg- und Skiführerin. Das Bergsteigen und die Liebe zu den Bergen liegen ihr im Blut. „Die Berge sind mein Leben.“, sagt Maria und strahlt. „Bergführen ist ein absolut schöner Beruf. Man ist ständig unterwegs und kann die Arbeit fast immer so gestalten, wie man möchte. Für mich ein Traumberuf, der sehr viele Freiheiten bietet.“

Tourenplanung. (Foto: M.-Th. Franke)
Der Blick reicht bis nach Italien. (Foto: salewa)
Die letzten Meter bis zum Gipfel müssen zu Fuß bewältigt werden. (Foto: V. Helminger)
 

Am nächsten Morgen geht es zeitig los. 6 Uhr klingelt der Wecker. Alles gepackt, ein schnelles Frühstück und schon sind wir auf dem Weg zum Ausgangspunkt am Lucknerhaus. Heute ist der 99. internationale Weltfrauentag. Ein ehrwürdiger Tag, der allen Frauen gewidmet ist, die sich in den vergangenen Jahrzehnten für Gleichberechtigung und Emanzipation eingesetzt haben. 

Es ist kalt, die Mützen sind tief ins Gesicht gezogen, ein leichter Wind pfeift. Die Finger sind kalt und mühselig bringen wir die Aufstiegsfelle auf die Ski. Nach einem LVS-Check geht die Tour los. Noch etwas müde und kalt schieben wir uns die ersten Meter voran. Doch recht schnell wird der Körper warm, die Finger bewegbar und die Gespräche beginnen. Wir sind eine bunt gemischte Truppe aus Österreich, Deutschland und Italien. Jeder hat andere Dinge im Leben gesehen und erlebt – doch eins haben wir alle gemeinsam und verbindet uns: die Leidenschaft für die Berge.

Der Weg führt uns durch lichten Wald, über freie Wiesenhänge und stetig bergan, manchmal etwas steiler, zum Peischlachtörl. Das Tempo ist gut. Ab und zu gibt es eine kleine Pause zum Trinken und natürlich für Fotos. Wir haben traumhaftes Wetter, die Sonne lässt den Schnee glitzern und die Stimmung ist ausgelassen. Doch dann passiert es! Die Felle einer Teilnehmerin kleben nicht mehr und an Weitergehen ist nicht zu denken. Es werden Tape und Kabelbinder herausgeholt und irgendwie können die Felle von unseren Bergführerinnen fixiert werden. Es sieht etwas ulkig aus, aber es funktioniert. Es kann also weitergehen. 

Aufstieg der Gruppe in der Morgenkälte. (Foto: salewa)
Die Bergführerinnen fixieren die Felle mit Kabelbinder am Ski. (Foto: M.-Th. Franke)
 

Bald wird das Gelände wieder flacher und wir spuren nun auf den schon gut sichtbaren riesigen Gipfel des Bösen Weibls zu. Die letzten Meter steigen wir in eher sanftem Skigelände zum Skidepot hinauf, das sich in einem Sattel zwischen Hauptgipfel und einer östlich vorgelagerten Schulter befindet. In ganz leichter Blockkletterei geht es zu Fuß zum höchsten Punkt hinauf. Mit breiten Grinsen und voller Freude erreichen wir diesen und geben ins die High-Five! Strahlend liegen wir uns in den Armen! Geschafft! Als Team haben wir diesen 3.000er bezwungen. Die Sonne scheint und beschert uns einen traumhaften und weiten Blick über die Bergketten und Gipfel.

Aufstieg zum Gipfel. (Foto: Y. Koch)
Wir genießen den Blick über die Berge. (Foto: J. Dandl)
 
Gipfelselfie muss sein! (Foto: J. Dandl)

Nachdem Fotos und Selfies im Kasten sind, steigen wir wieder langsam herab zum Skidepot. Heute ist gut was los und die nächsten stapfen an uns vorbei zum Gipfel. Schnell sind die Felle verstaut, die Helme aufgesetzt und die Handschuhe angezogen. Nun kommt ein weiteres Highlight – die Abfahrt. Schon beim Aufstieg haben wir einige schöne Powder-Hänge erkennen können. Unsere zwei Bergführerinnen begutachten das Gelände und finden schließlich eine schneereiche und fantastische Abfahrt. Wir ziehen unsere Linien durch den weichen Schnee, die Oberschenkel brennen, doch das Grinsen im Gesicht hört nicht auf. Was für ein Hang - eine der wohl besten Abfahrten in dieser Saison, hier waren wir uns gleich einig!

Nach dieser tollen Abfahrt kommen wir am Peischlachbach an und müssen ihn an einer schmalen Stelle queren. Gerade so gelingt die Kurve und niemand fällt ins Wasser – das wäre es noch! Um Richtung Lucknerhaus zu kommen, müssen wir wieder Auffellen und steigen ein kurzes Stück Richtung Nigglalm auf. Von dort geht es gemütlich über den Forstweg zurück. 

Glücklich kommen wir am Parkplatz an. Was für eine Tour. Unsere Mission ist geschafft – unsere Frauenskitour war ein voller Erfolg und ein einzigartiges Erlebnis! Waren wir gestern noch Unbekannte gehen wir nun mit neuen Freunden nach Hause. Zum Abschluss geht’s auf einen Kaffee und Apfelstrudel ins Lucknerhaus, wo die Terrasse dazu einlädt in der Sonne die Tour Revue passieren zu lassen.

Lobende und gut gemeinte Aussagen, wie „Super Mädels!“, „Alle Achtung!“ und "Starke Leistung!" fielen auf dieser Tour flach. Ja, wir trauten uns den Gipfel zu und werden noch viele weitere besteigen. Besondere Anerkennung brauchen wir dafür nicht – warum auch?!

Die traumhafte Abfahrt. (Foto: Y. Koch)
 
Das Gebiet Hohe Tauern. (Foto: M-Th. Franke)
Volle Frauenpower am Gipfel. (Foto: salewa)

SALEWA3000 ist kein Projekt, bei dem es sich um das bloße Sammeln von Gipfeln dreht. Vielmehr möchte die Aktion Alpinisten dazu inspirieren, die Hochtourenvielfalt Österreichs zu entdecken. Unter den 784 Dreitausendern sind viele namhafte Klassiker, doch zig spannende (und einsame) Touren verstecken sich direkt nebenan in ihrem Schatten.

Mehr zur Aktion

 

Ihr habt Lust die Tour zu gehen?

Bei alpenvereinaktiv.com findet ihr eine Variante der Tour: Böses Weibl (Abfahrt wie Aufstieg)

Ihr braucht noch die richtige Ausrüstung für eine Skitour?

Hier findet ihr alle wichtigen Gegenstände für eine Skitour: Ausrüstung

Gut informiert auf eine Skitour:

Skitouren erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, doch sie bleiben ein Risikosport – trotz Lawinenlagebericht und hochwertiger Ausrüstung. Wir haben hier einige wissenswerte Infos zum Thema zusammengestellt: SicherAmBerg